Diagnostik und Screening

Die S3-Leitlinie Psychoonkologie sowie der Nationale Krebsplan fordern eine zeitnahe und bedarfsgerechte psychosoziale Versorgung aller Krebspatienten und ihrer Angehöriger. Siehe: www.leitlinienprogramm-onkologie.de

Dieser Bedarf ist jedoch aufgrund von patienten- und behandlerbezogenen Faktoren sowie der vor Ort oft begrenzten Personalressourcen nicht immer leicht festzustellen.

Leitlinienbasiert wird daher empfohlen, frühestmöglich in angemessenen Abständen, wenn klinisch indiziert oder bei Veränderungen des Erkrankungsstatus (z. B. Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung), alle Krebspatienten mit kurzen, validierten und standardisierten Screening-Instrumenten hinsichtlich ihrer psychosozialen Belastung zu befragen (zu "screenen").

Bei bestehender Belastung (Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes) ist eine zeitnahe Versorgung in die Wege zu leiten sowie Art und Ausmaß der psychosozialen Belastung im Zuge einer weiterführenden Diagnostik abzuklären. Im Rahmen des Routinescreenings sollte immer auch der individuelle psychosoziale Unterstützungswunsch erfragt werden.

Eine gute Zusammenfassung der Neuerungen der Leitlinie findet sich hier: link.springer.com

OnkoZert zertifizierte Organzentren

Für die psychoonkologische Versorgung in Organzentren, die über OnkoZert zertifiziert werden, ist eine Kennzahl zum psychoonkologischen Distress-Screening in die Erhebungsbögen aufgenommen worden.

Im Merkblatt von OnkoZert sind ausgewählte Punkte beschrieben, die für die Auditverfahren 2025 eine besondere Bedeutung haben.